Kirche zwischen Raschütz und Röder
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Geschichte und Ausstattung der Kirche

Die schöne kleine Dorfkirche hat ein ehrwürdiges Alter. Im Text am Taufstein findet man die Jahreszahl 1564. Sie gilt als Jahr der Einweihung der Kirche, vielleicht aber schon 1554 – so Dehio und Gurlitt und danach auch die Wetterfahne.
Im Laufe der Zeitgeschichte hatte sie ein wechselhaftes Geschick. Aber immer wieder wurde die Kirche wieder aufgebaut bzw. renoviert. Die letzte Renovierung begann in den neunziger Jahren.
Der Hauptschmuck der Kirche ist der Altar. Er wurde 1520 für die ehemalige Holzkirche in Zabeltitz gestiftet. Bei der Umgestaltung der jetzigen Kirche von Zabeltitz im 1. Drittel des 19. Jahrhunderts (etwa 1835-1839) ist auch die Görziger Kirche erneuert und umgestaltet worden.

Damals kam der alte Zabeltitzer Schnitzaltar nach Görzig. Die Altarwand mit Schnitzaltar und Kanzel wurde eingebaut. Das Mittelbild des Altars (links von der Kanzel) zeigt in der Mitte den Ritter Georg, den Namenspatron der Zabeltitzer Kirche) als Drachentö-ter. Links von ihm sieht man den Heiligen Christopheros mit dem Jesuskind auf den Schul-tern, rechts von Georg den Heiligen Rochus mit der Pestbeule. Rechts von der Kanzel sind die beiden Seitenflügel, ganz rechts der Heilige Sebastian. Die Pfeile, die ihm den Tod nahe brachten, sind leider abgebrochen. Die Frauengestalt ist nicht genau mit Namen zu nennen, weil ihr Attribut, das sie genau kennzeichnete, verloren ging.

Die schöne alte, kleine Orgel ist ein werk der Firma Nagel aus Großenhain, gebaut im Jahre 1847 und restauriert 1992. Im Turm hängen zwei Gussstahlglocken, gegossen 1921, eingebaut im Januar 1922. Die beiden alten Bronzeglocken sind im 1. Weltkrieg beschlagnahmt worden (die große) bzw. nach dem Krieg verkauft worden (die kleine).