Kirche zwischen Raschütz und Röder
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Kirche Zabeltitz

Kontakt: Pfarramt Wildenhain
Gottesdienste der Ev.-Luth. Kirchgemeinde im Wechsel mit den anderen Kirchen der Kirchgemeinde einmal monatlich: sonntags 10.30 Uhr
sowie Gottesdienste der Landeskirchlichen Gemeinschaft einmal monatlich sonntags 10.30 Uhr
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Geschichte und Ausstattung der Kirche

Die erste sichere Erwähnung einer hölzernen Dorfkirche in Zabeltitz stammt von 1495, selbst wenn schon um 1207, bei erster urkundlicher Erwähnung der Gemeinde eine Dorfkirche entstanden sein wird.
Der Bau der heutigen Kirche St. Georgen wurde 1580/81 an Stelle der alten Holzkirche im spätgotischen Stil, aber teilweise auch von der Renaissance beeinflusst, vollzogen. Sie ist heute das älteste, erhalten gebliebene Bauwerk in Zabeltitz, und wurde 1981 von außen und in den 90er Jahren von innen saniert.

Das Kirchenschiff ist quadratisch. Der Chor (Altarraum), ebenfalls ein Quadrat, ist östlich eingezogen. Die Emporen an den Langseiten lassen, ebenso die Scheiderippen ihrer Netzgewölbe, das Kirchenschiff dreigeteilt erscheinen.

Die Erbauer der Kirche, Nickel und Elisabeth Pflugk, ein Gefolgsmann des Kurfürsten Moritz und seine Frau, sind beide in der Kirche beigesetzt, ebenso wie sechs weitere Mitglieder der Familie Pflugk. Seit 1839 dient ihr Grabmal (Epitaph) als Altar, ursprünglich war er an der Nordseite der Kirche über dem Sakristeieingang angebracht.

Der Altar wurde 1582 in der Werkstatt des Dresdener Bildhauers Christoph Walther II. aus Pirnaischem Sandstein geschaffen, und scheint jetzt auf den zwei Grabplatten der Erbauer der Kirche, Nickel und Elisabeth von Pflugk zu stehen. Er zeigt die Einsetzung des Heiligen Abendmahles, die Kreuzigung und die Auferstehung Jesus sowie die Dreieinigkeit Gottes. Der Taufstein ist ebenfalls eine Arbeit dieses Künstlers, und wurde um 1580 geschaffen.

Die Kanzel ist aus der gleichen Zeit, und weist die Darstellung des Alten Testamentes durch Moses und die Gesetzestafeln und das Neue Testament durch die vier Evangelisten mit ihren Symbolen als Holzschnitzarbeit aus. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass die Gesetzestafeln des Moses 11 Gebote enthalten.

Die Orgel wurde 1897 durch die Firma Kreuzbach aus Borna eingebaut und in den 90er Jahren saniert. Das jetzige Geläut wurde 1922, nachdem die bisherigen Bronzeglocken im 1. Weltkrieg abgegeben werden mussten, eingebaut, und besteht aus drei Glocken mit je einem Spruch. Sie sind eine Arbeit der Bochumer Gussstahlfabrik. Das Geläut ist in e-moll gestimmt.